Das Wort bewirkt was es will

Betrachtung zum alltäglichen Leben als Christ

Bernardino Poccetti, Hochzeit von Kana

Bernardino Poccetti, Hochzeit von Kana

Schon seit langem werden zu den Filmen immer auch kurze Dokumentarfilme über das Drehen des Filmes angeboten: making of… Es sind zwei Welten, die dort aufeinanderstoßen. Die Welt des Films, so wie er in den Kinos ausgestrahlt wird, und die Welt des Drehens mit seinen eigenen Regeln und Herausforderungen.

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Mit dem Herzen sprechen

Zweite Betrachtung zum Herz-Jesu Monat

Zeichnung von der Hl. Therese von Lisieux

Zeichnung von der Hl. Therese von Lisieux

„Mit dem Herzen sieht man am besten“, so der kleine Prinz. Das Herz deutet uns eine Richtung. Es ist ein Kompass, der hilft unser echtes und einziges Ziel zu erreichen: Gott. Voraussetzung dafür ist ein tiefe, persönliche Aufrichtigkeit gegenüber dem, was wir als das Richtige und Wahre „erspüren“.

Aber mit dem Herzen spricht man auch am besten. Es geht um sehr viel mehr als ein nettes und ein bisschen süßliches „Sprechen mit dem Herzen“. Es geht um die Beziehung zu Gott. Mit und in dieser Beziehung steht und fällt alles in unserem Leben. Ich erlaube mir, einige Gedanken von Joseph Ratzinger zum Thema „Herz“ zu erwähnen.

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Der Kleine Prinz

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“

"Man sieht nur mit dem Herzen gut", Der Kleine Prinz

 Der Kleine Prinz

Bonum Faciendum, Malum Vitandum. Dies ist die Grundregel der Moral. Pflicht, Pflichtbewusstsein, gewissenhaftes Leben, Erfüllen der Erwartungen, Verantwortungsbewusstsein und Gewissenhaftigkeit. Alles Werte, die besonders in unserer Kultur geschätzt werden.  „Das macht man so“ ist wohl die Grundregel, die keiner anzweifeln darf.

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Himmel

Osterbetrachtung

Petersdom, Gloria di Bernini

Petersdom, Gloria di Bernini

Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich. (Mt 27, 51)

Dieses Ereignis, kurz nach dem Tod von Christus, hat einen unglaublichen symbolischen Wert, der in den Kern des Ostergeheimnisses vordringt. Die Schöpfung wurde durch Tod und Auferstehung des Sohnes Gottes von Grund auf neu geordnet. Die großen und anscheinend unüberwindlichen Grenzen zwischen Gott und Mensch, Leben und Tod, Himmel und Hölle sind überwunden.

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Amor meus, pondus meum

Fünfter Fastensonntag

Statue des Hl. Paulus, Petersdom

Statue des Hl. Paulus, Petersdom

In deiner Gabe wollen wir ruhen, dort deiner genießen. Dort ist unsere Ruhe, unsere Stätte. Dorthin erhebt uns die Liebe und dein guter Geist erhöhet unsere Niedrigkeit über die Pforten des Todes. Im guten Willen ist Friede für uns. Ein Körper strebt durch eigenes Gewicht zu seinem Mittelpunkt. Dies Gewicht zieht ihn nicht nur nach unten, sondern zu seinem Orte. (…) Weniger geordnet, sind sie unruhig; wenn sie geordnet sind, ruhen sie. Mein Gewicht ist meine Liebe; durch sie werde ich getrieben, wohin ich immer getrieben werde. (Augustinus, Bekenntnisse, 13, 9)

„Gewicht“ und „Wichtigkeit“ sind etymologisch verbunden. In der Welt der physischen Gesetze sind schwere Körper wesentlich, um Beziehungen zu bestimmen. Vor einigen Monaten erst, wurden erstmals eine Gravitationswellen gemessen. Damit wurde bestätigt,  dass bewegliche (massive) Körper einen besonderen Einfluss auf ihre Umwelt haben und Abstände strecken und stauchen können.

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Das Umsonst der Liebe Gottes

Betrachtung zum 4. Fastensonntag

Rembrandt van Rijn, Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

Rembrandt van Rijn, Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

Henri de Lubac spricht in seinem Buch über die Gnade von zwei grundsätzlich verschiedenen „Geschenken“ Gottes: das Geschenk der Existenz und das Geschenk des übernatürlichen Lebens. Beide sind in sich genommen unendliche Geschenke. Denn Gott musste uns nicht erschaffen. Als Er uns jedoch erschaffen hat, musste er uns nicht zum übernatürlichen Leben berufen, d.h. zur Einheit mit Ihm. Beides, Existenz und übernatürliches Leben, sind „gratuitas“.

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Vom wahren Sinn der Barmherzigkeit

Gedanken zur Fastenbotschaft des Papstes

Salvador Dalí, Der Christus des Hl. Johannes vom Kreuz

Salvador Dalí, Der Christus des Hl. Johannes vom Kreuz

Die Liturgie am Anfang der Fastenzeit ist sehr auf die Nächstenliebe und Barmherzigkeit ausgerichtet. Wir wissen, dass diese Botschaft auch für Papst Franziskus zentral ist. Ich möchte in dieser Betrachtung versuchen heraus zu arbeiten, was hinter diesem so zentralem christlichen Aufruf nach Nächstenliebe und Barmherzigkeit steckt.

Leider scheinen die Medien das „public imaging“ des Papstes und der Kirche zu übernehmen und so wird schnell Nächstenliebe und Barmherzigkeit reduziert auf Installieren von Duschen für Bettler oder kostenloses Haareschneiden für die römischen „Barboni“. Aber es wäre nicht nur schade, Nächstenliebe darauf zu begrenzen, sondern würde ganz daneben greifen. So möchte ich anhand der Fastenbotschaft von Papst Franziskus zeigen, worum es wirklich geht. Was ist der Geist, der hinter der christlichen Nächstenliebe, die gelebt werden soll, steckt?

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