Herz Jesu

 Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

Sacred Heart, Tutzinger Schwestern

„Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt. Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.“ (Joh 19, 32-37)

Immer hat mich diese Stelle ein bisschen verwundert. Und zwar das Betonen des Hl. Johannes, dass er es mit eigenen Augen gesehen hat und sein Zeugnis wahr ist. Dreifach sogar: er hat es gesehen, sein Zeugnis ist wahr, und er war sich dessen bewusst, dass es wahr ist. Weiterlesen

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Heiliges Land (I)

Jerusalem – das „Hier“ der Liebe Gottes

Old City from the Mount of the Olives

Der Blick auf Jerusalem von der Kirche „Dominus flevit“ aus ist beeindruckend, wie man es auf dem Bild sehen kann. Nirgendwo  auf dieser Welt als hier in Jerusalem wird die Liebe Gottes so greifbar. Man geht zur Klagemauer und wird durch die Aufschrift auf einem Schild darauf hingewiesen, dass hier ein heilige Ort ist – ein Ort, an dem Gott wirklich präsent ist: die shekina.

Die Geschichte der Liebe Gottes zu den Menschen sucht immer das Konkrete: „Dann verhüllte die Wolke das Offenbarungszelt und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnstätte. Mose konnte das Offenbarungszelt nicht betreten, denn die Wolke lag darauf, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnstätte.“ (Ex 40, 34-35)

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Stimme Christi

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”Und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.” (Joh 10,4)

Gebet ist immer persönlich. Denn im Gebet geht es nicht um eine Pflicht, sondern um die Beziehung zu Gott, zu Christus. Wenn nun im Johannesevangelium, welches wir am IV. Sonntag der Osterzeit lesen, vom „Erkennen der Stimme Christi“ die Rede ist, dann fragen wir uns schnell, ob dies denn wirklich auch unsere Erfahrung ist und sein kann. Weiterlesen

Christi Wundmale und der Hl. Thomas

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„Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meine Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“ (Joh 20, 25)

„Ich will Gott schauen“. Dieser Wunsch hat viele Menschen bewegt, unermüdlich nach Gott Ausschau zu halten. Aus den Worten des Hl. Thomas klingt diese Sehnsucht auch heraus. Das Zeugnis der Mitjünger lässt in ihm die Flamme neu auflodern. Sie erweckt von neuem eine innere Erfahrung, die er nach dem Kreuzestod Christigewaltsam unterdrückt hat: die Erfahrung Gottes in Christus. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9). Weiterlesen