Quodlibet

Advent

20130323_337

Kraut und Rüben haben mich vertrieben.

Ich bin so lang nicht bei dir g(e)west, ruck her, ruck her, ruck her 

Kann man aus diesen „Gassenhauern“ ein ernsthaftes Musikstück komponieren? Bach hat es gemacht: im Quodlibet der Goldbergvariationen (hier eine Aufnahme von Murray Perahia: link).

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Sind wir konsequent?

Anbetung des Lammes, Jan Van Eyck

Anbetung des Lammes, Jan Van Eyck

Das Referendum über die Homoehe in Irland hat hohe Wellen geschlagen. Interviews, Kommentare, Artikel, ein unglaubliches Hin und Her. Man bemerkt einerseits Erschrecken, Verstörung, einige versuchen dem mainstream hinterherzuhecheln, um nicht ganz unter die Räder der öffentlichen Meinung zu geraten, und für andere sollte man sich nicht so viel daraus machen, denn es sei wohl ein ganz normaler Schritt, der irgendwann kommen musste, und „das ist gut so“. Unruhe in der Kirche herrscht; der Schlag kann nur schlecht verarbeitet werden. Der Druck ist groß, denn gegen die gelebte Homosexualität zu sprechen scheint heute so abstrus zu sein, wie zu behaupten, dass die Sonne im Osten untergeht und nicht im Westen. Und dass dies alles auch noch im einst so katholischen Irland geschehen ist, gießt noch mehr Öl in die Wunde. Wie ist das möglich, fragt man sich? Andere jedoch sagen: endlich… endlich haben wir es in Europa geschafft, die mittelalterliche Tradition der katholischen Kirche zu überwinden und einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft zu gehen. Eins ist klar: wir stehen (und das nun schon über Jahrzehnte) vor einem unglaublichen Umschwung innerhalb der Gesellschaft und scheinen immer noch nicht wirklich zu wissen, wie man sich als Christ und Katholik auf diesen einstellen muss. Was ist das Ergebnis?

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Geistlicher Spürsinn

2013-05-18_vigilia de Pentecostés en San Pedro-72

Petersdom

 Vierter Advent

Im alten Testament gibt es ein ständig wiederholtes Versprechen: „Sie werden mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein!“ Wir finden es in Jeremia, in Ezechiel und auch in den Psalmen. In Ezechiel ist dieses Versprechen („Ich befreie sie von aller Sünde, die sie in ihrer Untreue begangen haben, und ich mache sie rein. Dann werden sie mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein.“ Ezechiel 37, 23) verbunden mit der Verheißung Gottes, unter den Seinen zu wohnen:

Ich schließe mit ihnen einen Friedensbund; es soll ein ewiger Bund sein. Ich werde sie zahlreich machen. Ich werde mitten unter ihnen für immer mein Heiligtum errichten und bei ihnen wird meine Wohnung sein. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Wenn mein Heiligtum für alle Zeit in ihrer Mitte ist, dann werden die Völker erkennen, dass ich der Herr bin, der Israel heiligt. (Ezechiel 37, 26)

Diese Verheißung kann mal wohl mit Recht als die Königin aller Verheißungen bezeichnen. Denn hier schwingt schon auf besondere Weise die entgültige Wiederherstellung des Himmelreiches mit: ein Ewiger Bund, in welchem Gott ganz Gott ist und unter uns wohnt und wir bei Ihm sein dürfen. Die erste Lesung des vierten Adventssonntags spielt genau auf diese Verheißung an (auch wenn natürlich die Ereignisse im Buch Samuel älter als die Prophezeiungen in Ezechiel sind). Weiterlesen