„Eure Wege sind nicht meine Wege“ 

Betrachtung zur Fastenzeit

Naaman und der Prophet Elischa

Naaman und der Prophet Elischa, Abraham van Dijck

Die Lesungen des Montags der zweiten Fastenwoche bietet uns die Geschichte des Feldherren des Königs Aram an. Eine bekannte Stelle, die helfen kann, den tiefen Sinn der Fastenzeit zu erfassen. Mit einer Art lection divinis möchte ich einige Betrachtungen über die Fastenzeit und unsere Vorbereitung auf die Karwoche anbieten. Denn diese Geschichte bietet uns viele verschiedene Anregungspunkte für unser Leben in Christus.

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Die Nostalgie der Schönheit

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Kuppel des Petersdom

Beim Hören von Kompositionen von Bach oder auch Beethoven, aber im Allgemeinen, wenn es sich um Kunst und Schönheit handelt, mischt sich in die Freude am Stück leicht auch eine innere Nostalgie. So für mich persönlich bei dieser Stelle des 5. Klavierkonzertes von Beethoven:

Ausschnitt aus dem ersten Satz des Konzertes, gespielt von Alfred Brendel (mit Sir Simon Rattle).

Ich empfinde diese Melodie als himmlische Glocken, die uns rufen. Noch können wir dem Ruf nicht ganz folgen. Deshalb schleicht sich etwas Trauriges hinein. Eine Sehnsucht. Auch die Ohnmacht, dieses Schöne zwar zu hören, es auch innerlich zu erfassen, aber nicht ganz zu besitzen. Weiterlesen

Gott im Kleiderschrank?

Mit Christus ist eine neue, zuvor nicht so präsente Dimension ins geistliche Leben, vielleicht sogar in die Religion selber, eingedrungen: die Intimität. Man muss nur die Tagebücher so vieler Heiliger lesen und kann sich ein Bild davon machen. Ein Bischof in Mexiko, der zur Zeit der Christenverfolgung um 1920 herum gelebt hat schrieb:

In dieser Zeit (der Verfolgung), ist Jesus zum Gipfel seiner Herablassung und seiner Vertraulichkeit gestiegen; er versteckt sich in Kleiderschränken und Möbeln; man empfängt Ihn zu jeder Zeit am Tag und in der Nacht, und ohne zuvor gefastet zu haben: die Gläubigen empfangen ihn per Hand; sie bringen ihn von einem Ort zum anderen. Einigen Personen, die sich über diese Seine Herablassung wunderten und sie sogar beklagten, anwortete ein Priester: „Die Liebe bringt ihn dazu…!“

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