Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser

Advent

Hl. Katharina von Siena

Hl. Katharina von Siena

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, 

so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. 

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. (Psalm 42)

Die Frage nach Erfüllung liegt in jedem Menschen, und ist immer schwer zu beantworten. Sie ist wie ein Stachel, den man nicht wirklich los wird. Eine Frage, die wohl immer wieder momentane Antworten findet: wenn unser Geist sich durch die Begegnung mit einem Freund, durch Musik, die uns tief bewegt, durch Kunst, einen Text, oder die Schönheit der Natur erhebt. Aber gerade die „momentane Antwort“ konfrontiert uns doch gerade mit dem Vergänglichen. Und ist so keine entgültige Antwort.

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Die Macht des Orpheus

Erster Advent

Weihnachten ist neben Ostern das große christliche Fest.  Es aber einfach nur „christliches Fest“ zu nennen, wäre ungenügend.  Es ist nämlich nicht nur Fest einer bestimmten Menschengruppe. Vielmehr wird ein Ereignis „gefeiert“, welches den christlichen Rahme sprengt.

Weihnachten ist kein „Betriebsfest“, sondern Gottes Antwort auf die tiefsten Sehnsüchte des Menschen. Vier möchte ich in dieser Vorbereitung auf Weihnachten hervorheben, und sie kurz kommentieren: die Sehnsucht nach Frieden, Erfüllung, Liebe und tiefer Gemeinschaft. Dazu erlaube ich mir Brücken zu bauen zu verschiedenen klassischen Musikstücken.

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Geistlicher Spürsinn

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Petersdom

 Vierter Advent

Im alten Testament gibt es ein ständig wiederholtes Versprechen: „Sie werden mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein!“ Wir finden es in Jeremia, in Ezechiel und auch in den Psalmen. In Ezechiel ist dieses Versprechen („Ich befreie sie von aller Sünde, die sie in ihrer Untreue begangen haben, und ich mache sie rein. Dann werden sie mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein.“ Ezechiel 37, 23) verbunden mit der Verheißung Gottes, unter den Seinen zu wohnen:

Ich schließe mit ihnen einen Friedensbund; es soll ein ewiger Bund sein. Ich werde sie zahlreich machen. Ich werde mitten unter ihnen für immer mein Heiligtum errichten und bei ihnen wird meine Wohnung sein. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Wenn mein Heiligtum für alle Zeit in ihrer Mitte ist, dann werden die Völker erkennen, dass ich der Herr bin, der Israel heiligt. (Ezechiel 37, 26)

Diese Verheißung kann mal wohl mit Recht als die Königin aller Verheißungen bezeichnen. Denn hier schwingt schon auf besondere Weise die entgültige Wiederherstellung des Himmelreiches mit: ein Ewiger Bund, in welchem Gott ganz Gott ist und unter uns wohnt und wir bei Ihm sein dürfen. Die erste Lesung des vierten Adventssonntags spielt genau auf diese Verheißung an (auch wenn natürlich die Ereignisse im Buch Samuel älter als die Prophezeiungen in Ezechiel sind). Weiterlesen

Das Wunder der Wüste

Betrachtung zum zweiten Advent

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Ikone des Hl. Johannes des Täufers

 

Christkönig hat unsere Erwartung auf den Echten Hirten angeregt, der erste Advent die Sehnsucht nach ihm entzündet. Die Lesungen des zweiten Advents sollen uns nun helfen uns innerlich vorzubereiten. Denn das Wunderbare unseres Glaubens ist es ja, dass wir uns nicht vertrösten müssen auf ein zukünftiges Kommen, dass immer im Halbdunkel bleibt, sondern dass Christus ständig kommt. Und wir uns deswegen auch ständig vorbereiten, um Ihm eine angenehme Ankunft zu bereiten.

Im Evangelium des zweiten Adventssonntag ist ein zentrales Thema die Bekehrung. „So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden“ (Mk 1,4). Die Auswirkung auf diesen Aufruf des Hl. Johannes des Täufers ist jedoch erstaunlich: „Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen“ (Mk 1,5). Dass man zu ihm herauszieht, vielleicht nicht so sehr: zu berühmten Personen fährt man hin und nicht andersrum. Aber es ist doch interessant, dass die Juden weg von Jerusalem ziehen, um die Umkehr zu suchen. Eigentlich ist ja das Pilgern nach Jerusalem Zeichen und Bewegung zur Umkehr. Weiterlesen

Erster Advent und Christkönig

Murillo, Christus der Gute Hirte

Murillo, Christus der Gute Hirte

Am heutigen ersten Adventssonntag möchte ich eine Reihe Betrachtungen anfangen, die eine Vertiefung der Sonntagslesungen des Advents sein sollen.

Das liturgische Jahr ist immer eine Einheit. Wir leben in einer schon bestehenden Fülle: Christus ist Mensch geworden, ist für uns gestorben, ist für uns auferstanden und hatSeine Kirche gegründet, die ihre letzte Erfüllung im Himmelreich findet, aber auch schon jetzt versteckt vollkommen ist. Wenn wir nun jedes Jahr die Geheimnisse Christi feiern und uns nun“ schon wieder“ auf Weihnachten vorbereiten, dann um immer wieder diese Fülle in unserem Leben aufblühen zu lassen. Die Erinnerung eines Ereignisses – so wie es die Juden verstehen – ist eine Vergegenwärtigung. Die Feier des Passahfestes war für die Juden ein echtes Teilhaben am Exodus. Dies überträgt sich nun auch auf unsere Feier der Geheimnisse des Lebens Christi. Wir sind „Zeitgenossen der Geheimnisse Christi“, wie der Hl. Johannes Paul II so schön sagte. Weiterlesen