Das Wunder der Wüste

Betrachtung zum zweiten Advent

Feofan_predtecha

Ikone des Hl. Johannes des Täufers

 

Christkönig hat unsere Erwartung auf den Echten Hirten angeregt, der erste Advent die Sehnsucht nach ihm entzündet. Die Lesungen des zweiten Advents sollen uns nun helfen uns innerlich vorzubereiten. Denn das Wunderbare unseres Glaubens ist es ja, dass wir uns nicht vertrösten müssen auf ein zukünftiges Kommen, dass immer im Halbdunkel bleibt, sondern dass Christus ständig kommt. Und wir uns deswegen auch ständig vorbereiten, um Ihm eine angenehme Ankunft zu bereiten.

Im Evangelium des zweiten Adventssonntag ist ein zentrales Thema die Bekehrung. „So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden“ (Mk 1,4). Die Auswirkung auf diesen Aufruf des Hl. Johannes des Täufers ist jedoch erstaunlich: „Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen“ (Mk 1,5). Dass man zu ihm herauszieht, vielleicht nicht so sehr: zu berühmten Personen fährt man hin und nicht andersrum. Aber es ist doch interessant, dass die Juden weg von Jerusalem ziehen, um die Umkehr zu suchen. Eigentlich ist ja das Pilgern nach Jerusalem Zeichen und Bewegung zur Umkehr. Weiterlesen

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