Konsistenz der Ewigkeit

Nach mehreren Monaten ohne Veröffentlichung eines Textes, möchte ich mich nun persönlich an die Leser wenden. Ich durfte am 10. Dezember 2016 die Priesterweihe in Rom empfangen, zusammen mit 35 Mitbrüdern unserer Kongregation, und danke allen, die uns im Gebet begleitet haben. Auf meiner Facebookseite teile ich gerne einige Bilder von diesem wunderbaren Moment. Nun möchte ich wieder einen Blog anbieten und hoffe darauf in Zukunft regelmäßiger zum Schreiben zu kommen. 

Unsere Zeitlichkeit und die Menschwerdung

El Greco, Die Anbetung der Könige

El Greco, Die Anbetung der Könige

Vor ein paar Tagen hörte ich während eines Winterspaziergangs im Schneetreiben das erste Klavierkonzert von Tschaikowsky. Der Komponist ist bekannt für seine weitreichenden Passagen, die nur so strotzen vor Lebensfreude und Größe. Jedoch sticht dieses Konzert heraus. Denn gen Ende des Satzes und somit des ganzen Konzertes baut sich eine ungeheure Melodie auf. Das ganze Orchester unterstützt und gleichzeitig getragen vom Klavier entwickelt ein gewaltiges Thema, das wohl durch seine Kraft und Weite einen besonderen Stellenwert innerhalb der klassischen Musik innehat (hier das Finale des dritten Satzes mit der besagten Melodie: Link).

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Herz Jesu

 Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

Sacred Heart, Tutzinger Schwestern

„Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt. Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.“ (Joh 19, 32-37)

Immer hat mich diese Stelle ein bisschen verwundert. Und zwar das Betonen des Hl. Johannes, dass er es mit eigenen Augen gesehen hat und sein Zeugnis wahr ist. Dreifach sogar: er hat es gesehen, sein Zeugnis ist wahr, und er war sich dessen bewusst, dass es wahr ist. Weiterlesen