Mit dem Herzen sprechen

Zweite Betrachtung zum Herz-Jesu Monat

Zeichnung von der Hl. Therese von Lisieux

Zeichnung von der Hl. Therese von Lisieux

„Mit dem Herzen sieht man am besten“, so der kleine Prinz. Das Herz deutet uns eine Richtung. Es ist ein Kompass, der hilft unser echtes und einziges Ziel zu erreichen: Gott. Voraussetzung dafür ist ein tiefe, persönliche Aufrichtigkeit gegenüber dem, was wir als das Richtige und Wahre „erspüren“.

Aber mit dem Herzen spricht man auch am besten. Es geht um sehr viel mehr als ein nettes und ein bisschen süßliches „Sprechen mit dem Herzen“. Es geht um die Beziehung zu Gott. Mit und in dieser Beziehung steht und fällt alles in unserem Leben. Ich erlaube mir, einige Gedanken von Joseph Ratzinger zum Thema „Herz“ zu erwähnen.

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Innerer als ich mir selbst

Tu autem eras interior intimo meo et superior summo meo

Schöpfung, Michelangelo

Die Schöpfung Adams, Michelangelo

Ziel eines jeden Menschen ist die Einheit mit Gott. Schon der Katechismus rückt dies an den Anfang und somit ins Zentrum.

Gott ist in sich unendlich vollkommen und glücklich. In einem aus reiner Güte gefaßten Ratschluß hat er den Menschen aus freiem Willen erschaffen, damit dieser an seinem glückseligen Leben teilhabe. (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1)

Unser Leben bekommt mit diesem Ziel eine Richtung, einen Sinn, ein Streben und dadurch Bewegung.

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Stimme Christi

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”Und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.” (Joh 10,4)

Gebet ist immer persönlich. Denn im Gebet geht es nicht um eine Pflicht, sondern um die Beziehung zu Gott, zu Christus. Wenn nun im Johannesevangelium, welches wir am IV. Sonntag der Osterzeit lesen, vom „Erkennen der Stimme Christi“ die Rede ist, dann fragen wir uns schnell, ob dies denn wirklich auch unsere Erfahrung ist und sein kann. Weiterlesen