Gott im Kleiderschrank?

Mit Christus ist eine neue, zuvor nicht so präsente Dimension ins geistliche Leben, vielleicht sogar in die Religion selber, eingedrungen: die Intimität. Man muss nur die Tagebücher so vieler Heiliger lesen und kann sich ein Bild davon machen. Ein Bischof in Mexiko, der zur Zeit der Christenverfolgung um 1920 herum gelebt hat schrieb:

In dieser Zeit (der Verfolgung), ist Jesus zum Gipfel seiner Herablassung und seiner Vertraulichkeit gestiegen; er versteckt sich in Kleiderschränken und Möbeln; man empfängt Ihn zu jeder Zeit am Tag und in der Nacht, und ohne zuvor gefastet zu haben: die Gläubigen empfangen ihn per Hand; sie bringen ihn von einem Ort zum anderen. Einigen Personen, die sich über diese Seine Herablassung wunderten und sie sogar beklagten, anwortete ein Priester: „Die Liebe bringt ihn dazu…!“

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