Die Schönheit der Demut

Darstellung des Herrn

Darstellung des Herrn, Ikone

 

Manchmal möchte man einen Blog zurückrufen. Fast hätte ich es mit dem Letzten gemacht: die Nostalgie der Schönheit. Das braucht es jedoch nicht, aber dennoch möchte ich einen Schritt weiter gehen. Anlass dazu war das Beten über einige einfache Sätze, dir mir zugeschickt wurden:

Wir können Gott nicht besitzen. Gott muss uns nicht mit Seiner Liebe erobern; das wäre ein Schritt zurück.

In „Nostalgie der Schönheit“ haben wir darüber gesprochen, wie Gott Antwort, einzige echte Antwort, auf unser inneres Sehnen und auch oft unsere innere Leere ist. Schönheit wollen wir besitzen, ganz und gar. Dieser existentielle Schritt ist berechtigt und wir müssen ihn gehen. Unsere Unzulänglichkeit bringt uns dazu, nach einer Erfüllung zu suchen, welche wir als Rettung empfinden. Unsere Nostalgie nach Größerem, Schönerem, Besserem müssen wir an der Hand nehmen und sie zur Fülle und Freude in Gott und an Gott führen.

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Die Nostalgie der Schönheit

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Kuppel des Petersdom

Beim Hören von Kompositionen von Bach oder auch Beethoven, aber im Allgemeinen, wenn es sich um Kunst und Schönheit handelt, mischt sich in die Freude am Stück leicht auch eine innere Nostalgie. So für mich persönlich bei dieser Stelle des 5. Klavierkonzertes von Beethoven:

Ausschnitt aus dem ersten Satz des Konzertes, gespielt von Alfred Brendel (mit Sir Simon Rattle).

Ich empfinde diese Melodie als himmlische Glocken, die uns rufen. Noch können wir dem Ruf nicht ganz folgen. Deshalb schleicht sich etwas Trauriges hinein. Eine Sehnsucht. Auch die Ohnmacht, dieses Schöne zwar zu hören, es auch innerlich zu erfassen, aber nicht ganz zu besitzen. Weiterlesen

Werbung oder Mission?

Church A Thon

Heutzutage wird viel über neue Wege gesprochen, die gefunden werden müssen, um mit den Menschen unserer Zeit in Verbindung zu treten und ihnen die Frohe Botschaft zu verkünden. Das ist richtig so… Aber was ist ein neuer Weg?

Der Theologe H.U. von Balthasar schreibt im Buch „Katholisch“ in seiner oft ein bisschen überspitzten Art:

Das Zeugnis der Catholica ist tief verborgen, so verborgen wie das Mysterium, das sie bezeugt. Man frage eine beliebige Klasse der Oberstufe im Westen oder im Osten, was sie sich unter katholisch vorstellt, damit assoziiert, und man wird sehen. Inquisition, Pille und dergleichen. Die Kirche hat (in ihrem schwächsten Konzilsdokument) die Massmedia „gesegnet“, aber kann sie in diesen ihr eigentliches Geheimnis, das einzige, das sie glaubwürdig machen kann, vor Kreti und Pleti enthüllen? Muß sie es dort nicht zumindest in abgeleiteter, verfremdeter, moralisierter („eingängiger“) Form vorstellen? Wird sie dann aber nicht eher Propaganda als Mission betreiben? (H.U. von Balthasar, Katholisch, S. 9)

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